Personalausstellung Bettina Pfeiffer

Bettina Pfeiffer – das Besondere auf Chinapapier gebannt

Visuelle Reisetagebücher entstehen unter den geübten Pinselstrichen von Bettina Pfeiffer und laden ein von unbekannten Orte zu träumen und in fremde Kulturen einzutauchen.
Bettina Pfeiffer wurde 1968 in Guben geboren, als gelernte Maschinistin ist sie der Lausitz treu geblieben. Seit 2007 ist sie als freiberufliche Künstlerin tätig und stellt seit dem ihre Kunst in Deutschland und Polen aus.

Wie bist du von der Maschinistin für Kraftwerksanlagen zur Kunst gekommen?
Buchillustrator war als Kind mein Berufswunsch. Leider waren die Ausbildungsmöglichkeiten damals nicht so üppig wie heute, aber Kraftwerker wurden gesucht. So bin ich in Jänschwalde gelandet, hab in der Freizeit trotzdem regelmäßig gezeichnet. Als dann 2004 die Personaleinsparungen bei mir griffen, wusste ich, dass jetzt endlich meine Chance gekommen war.
Seit 2007 bin ich nun freiberuflich künstlerisch tätig und hab es keinen Tag bereut.

Was reizt dich an der Malerei am Meisten?
Ich mag es sehr, mit Linien zu spielen, den Dingen damit einen Halt, eine Form zu geben und ich experimentiere dabei sehr gern mit unterschiedlichsten Materialien.

Hast du künstlerische Vorbilder, Stilrichtungen oder Orte die dich bzw. deine Kunst beeinflussen?
Vorbilder direkt, nein. Es gibt so viele gute künstlerische Arbeiten, die ich auf meinen Reisen durch die Lande gesehen habe, Eindrücke, die ich in Ausstellungen gesammelt habe. Egal ob in Chile, Österreich, Norwegen, Deutschland oder Polen, Anregung nehme ich immer mit und eingeflossen ist bestimmt viel davon in meine Bilder.

Wie wichtig sind Künstler-Pleinairs und Weiterbildung für dich?
Ein paar Stunden, ein paar Tage ungestört kreativ zu arbeiten, mich dem künstlerischen Fluss hinzugeben, ohne dabei an den Alltag denken zu müssen, ist ein Luxus, den ich mir nicht oft leiste. Das ist ein bisschen wie Urlaub, wo man auch noch interessante Gleichgesinnte zum Austausch trifft.

Du setzt dich aktiv für die Region ein, warst Mitinitiatorin der Galerie „Vierfalt“ in Forst und der Galerie „MachWerk“ in Guben, Vorsitzende der Gubener Kunstgilde, welche positiven und negativen Erfahrungen hast du in den Jahren gesammelt?
Es ist sehr, sehr wichtig sich vor allem regional zu vernetzen, Leute mit gleichen Ideen und Ambitionen zu finden. Gemeinsam ist es viel wirksamer Projekte zu verwirklichen, Menschen zu erreichen, in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Kunst zu machen, ist das eine, Vermarktung, ist das andere. Es kostet beides Zeit und Kraft und beides hat man nicht unbegrenzt.
Allerdings musste ich auch lernen, dass es schwierig ist, alles unter einen Hut zu bekommen. Ernsthafte Partner und klare Regeln sind wichtig, ein wenig Mut zum Risiko und Durchhaltevermögen. Und man kann es nicht jedem recht machen, aber vielleicht wächst mein dickes Fell ja noch.

Welche Veränderungen müssten geschehen damit es der Kultur besser geht?
Schwieriges komplexes Thema. Es gibt zu wenig finanzielle Zuwendungen für zu viele die es bräuchten. Ansonsten kann ich dazu nicht viel sagen, das ist Sache der Politik.

Wo kann man deine Arbeiten in Zukunft sehen ?
In der Galerie Ebert in Cottbus werde ich ab dem 3. März eine Auswahl meiner Arbeiten ausstellen, die ich zu meiner Jordanienreise 2009 gemalt habe. Am 27.März findet in Guben im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche in der Herberge zur Heimat eine Ausstellungseröffnung zum Thema UNTERWEGS statt. Initiiert wird es immer von Jana Wilke( Gedichte, Fotos ) und mir ( Malerei, Fotos ) sowie einem Gastkünstler. Dieses Jahr nun schon zum 4. Mal.
Ansonsten findet man mich und meine Arbeiten zu Hause in meinem Atelier in Guben. Wer mehr wissen möchte, kann sich den Tag des offenen Ateliers am 2. und 3. Mai vormerken. Da stehe ich gern zur für alle Kunstinteressierten und Besucher zur Verfügung.

Herzlichen Dank für Das Interview und die vielen Informationen, möchtest du noch etwas hinzufügen?
Vielleicht nur soviel: Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens!

Interview: Simone Claudia Hamm / veröffentlicht im Kulturmagazin Blicklicht

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